Unsere Geschichte

Von der Dachterrasse in die Region – wie aus einer Idee eine Leidenschaft wurde und wir bis heute regionalen Honig aus dem Rhein-Main-Gebiet ins Glas bringen.

2018

Die Anfänge auf der Dachterrasse

Alles begann mit einer einfachen Idee: eigener Honig aus der Stadt – direkt von unserer Dachterrasse in Frankfurt. Was als kleines Experiment startete, wurde schnell zu einer Leidenschaft und zu einem Stück handwerklicher Identität.

Die ersten Bienenvölker zogen ein, und wir lernten das Imkerhandwerk Schritt für Schritt – mit Respekt, Neugier und viel Geduld. Es waren viele „erste Male“: die erste Ernte, das erste Glas eigener Honig, das erste selbst gebildete Volk, das erste Überwintern – und das wunderbare Gefühl, wenn im Frühling alles wieder von Neuem zu summen beginnt.

2019

Vom Bienenwachs zur Kerze

In der nachhaltigen Imkerei fallen durch die regelmäßige Wabenerneuerung natürliche Wachsreste an. Dieses Rohmaterial der Natur hat uns von Beginn an fasziniert – besonders seine Veredelung zur Bienenwachskerze.

Mit viel Beharrlichkeit und Ausdauer haben wir das traditionelle Handwerk erlernt und verfeinert: sorgfältig gereinigtes Wachs, behutsam gegossen, mit Dochten, die zuverlässig und ruhig abbrennen. Der Überschuss sammelte sich über die Jahre an und bald konnten wir neben Honig besonders reine Bienenwachskerzen in verschiedenen Formen anbieten.

2022

Bockenheim entdeckt uns

An einem sonnigen Freitag im Mai besuchte uns Lorine Sumono, damals Studentin der European School of Design. Sie kam mit Neugier und Fragen – und verließ unsere Dachterrasse mit einem der letzten Gläser unserer damaligen Ernte und einer handgegossenen Bienenwachskerze.

Lokale Aufmerksamkeit und echtes Interesse trafen zusammen – somit könnt ihr Lorines Artikel auf bockenheimbockt.de lesen. Damals wie heute freuen wir uns über das Interesse aus dem Viertel an unserer Imkerei und den Blick von Außen auf unser Tun.

2023

Steigende Nachfrage

Die Nachfrage stieg – und mit ihr die Herausforderung, unseren Anspruch an Qualität und Regionalität beizubehalten. Schon kurz nach der Ernte war der Honig vielerorts ausverkauft, während auf der Dachterrasse – durch die steigende Anzahl an Bienenvölkern – der Platz knapp wurde.

Wir konnten nicht weiter wachsen – und ein entfernter Bienenstandort kam für uns nicht infrage. Also setzten wir unseren Weg bewusst fort: klein, ehrlich und im Herzen Frankfurts verwurzelt.

2024

Der Markt verlangte mehr Honig

Zwischen Wachstum und Verantwortung stellten wir uns die Frage, was wirklich im Einklang mit unseren Werten steht – für die Bienen und für uns selbst.

In dieser Phase des Innehaltens begannen wir, genauer hinzusehen, Routinen zu hinterfragen und bewährte Methoden neu zu denken. Nicht alles, was praktikabel ist, ist auch richtig. Wir entschieden uns, die aktive Imkerei vorübergehend ruhen zu lassen, um Raum für neue Wege zu schaffen – ohne die Idee aus den Augen zu verlieren, ehrlichen und regionalen Honig anzubieten.

Im Juli 2024 ernteten wir also ein letztes mal eigenen Honig und machten unsere Bienen dann stark für einen Umzug zu einem neuen Imker in die Pfalz.

2025

Alte Werte neu ausgerichtet

Nach einer Phase des Innehaltens folgte eine klare Neuausrichtung. Unser Ziel blieb dasselbe, doch der Weg veränderte sich: Die Bienen und ihre Produkte sollten weiterhin im Mittelpunkt stehen – Qualität, Transparenz und Regionalität sind unser Versprechen.

Genau zu dieser Zeit berichteten Medien verstärkt darüber, wie viel vermeintlicher „Honig“ in den Regalen unserer Supermärkte steht – oft vermischt, gestreckt und weit gereist. Das bestärkte uns darin, unseren Weg fortzusetzen: ehrlichen, naturbelassenen Honig aus der Region ins Glas zu bringen – verlässlich und im Geist unserer Anfänge.

Wir suchten das Gespräch mit Imkern und Händlern, nutzten unser Netzwerk und richteten uns neu aus. Volle Transparenz wurde zum Leitgedanken – vom neu gestalteten Glasetikett bis zum grundlegend überarbeiteten Internetauftritt. So entwickelte sich ein Rooftop Honey Frankfurt, das seinen Wurzeln treu bleibt und zugleich klarer zeigt, wofür es steht.

Im November 2025 fügte sich dann alles zusammen
Wir hatten gerade die ersten Honiggläser abgefüllt und die frisch gedruckten Etiketten lagen bereit – genau in diesem Moment trafen die ersten Bestellungen von Händlern ein. Es war der Moment, in dem aus all den langen Vorbereitungen, Gesprächen und der Phase des Stillstands wieder sichtbare Präsenz wurde. Ein freudiger Neustart auf vertrautem Fundament.